Technik

Unter LPG- auch Flüssiggas genannt- ist ein Gasgemisch zu verstehen, das zu 70 % aus Propan und 30 % Butan besteht. Es ist nicht zu verwechseln mit CNG- komprimierten Erdgas- oder LNG- dem Flüssigerdgas. Neben dem erheblichen Druckunterschied in den Gastanks, kann man an dieser Stelle ebenfalls die weitaus größere Reichweite von Autogas als Vorteil gegenüber Erdgasanlagen anführen. Zudem lassen alle Benzinermodelle eine Umrüstung auf LPG ohne Änderung der Motortechnik zu.

Bei Flüssiggasanlagen kann man zurzeit 5 Generationen-d.h. Entwicklungsstufen-unterscheiden. Die Anlagen aller 5 Generationen verfügen über einen Tank, in dem sich das Flüssiggas bei ca. 5-10 bar Druck befindet. Von dort wird es durch spezielle Leitungen in den Motorraum transportiert, wo der Druck durch den Verdampfer auf ca. 1 bar-je nach Anlage-reduziert wird und dadurch in den gasförmigen Aggregatzustand übergeht.

Wie und wo das Flüssiggas-Luft-Gemisch entsteht und wie hoch die benötigte LPG-Menge ist, hängt vom Typ der Anlage ab. Bei Gasanlagen der 4. Und 5. Generation spricht man auch von sogenannten „voll-sequentiellen“ Anlagen. Hierbei werden die Einspritzmengen und –seiten individuell für jeden Zylinder vom LPG-Steuergerät berechnet und zugeführt. Durch diesen Aufbau werden die Fahrzeugparameter wie beispielsweise die Leistung dem Benzinbetrieb nahezu identisch angeglichen.

Bei einer Autogasumrüstung hat der Verbraucher den Vorteil auf einen bivalenten Antrieb zurückzugreifen. Das heißt, dass sowohl mit Gas als auch- wie gewohnt- mit Benzin gefahren werden kann. Dies garantiert Ihnen nahezu eine Verdopplung der Reichweite bei Rückgriff auf beide Treibstoffe. Bei allen Gasanlagen wird der Motor im Benzinbetrieb gestartet. Ein Wechsel in den Gasbetrieb wird dann vorgenommen, wenn vorgegebene Umschaltkriterien erfüllt werden.

Hierzu zählen beispielsweise die Temperatur des Wasserkreislaufs und der Gasdruck im Tank. Bei voll-sequentiellen Anlagen geschieht dieser Umschaltmechanismus vollautomatisch. Dennoch bleibt Ihnen die Möglichkeit einer manuellen Regelung, ob auf Gas oder Benzin gefahren werden soll, durch einen Schalter im Fahrzeuginnenraum voll erhalten.

Da jeder Verbraucher individuellen Nutzen und Wert aus seinem Kofferraum zieht, stehen hier unterschiedliche Tankformen zur Auswahl. Diese Auswahl wird nur insoweit beschränkt, dass z.B. ein Unterflurtank nur bei werksseitiger Aufhängung des Reserverads unterhalb des Fahrzeugs gewählt werden kann.

Grundsätzlich richtet man sich bei der Wahl des Tanks nach den werksseitig gewählten Orten für das Reserverad. So kann bei Rädern, die sich im Kofferraum befinden, der mögliche Platzverlust vermieden werden, indem der Tank den Platz dieser Räder in der Mulde einnimmt. Als Ersatz für das Reserverad bieten sich Minikompressor und Pannenspray an.

Je nach Abmessung dieser Mulde sind Gastanks bis zu 100 l möglich. Durchschnittlich können Tanks mit einer Füllmenge von ca. 50-70 l in einer Reserveradmulde verbaut werden. Wird der Kofferraum nicht dringend benötigt oder lässt die Größe des Kofferraums einen Platzverlust zu, so ist auch der Einbau eines Zylindertanks in Erwägung zu ziehen. Bei der Wahl dieser Tankform sind Füllmengen bis 200 l möglich. Auch hier wird die Größe von den Abmessungen des Kofferraums bestimmt.

Durch die Stahlbauweise dieser Tanks – ca. 3,5mm dicke Stahlwand- ist die Stabilität in jedem Fall gewährleistet. Hierzu sind die Tanks vor der Zulassung vom TÜV mit einem Prüfungsdruck von 40 bar getestet worden. Der eigentliche Betriebsdruck beträgt wie bereits erwähnt nur 5- 10 bar. Im Falle eines Schadens/Unfalls garantieren integrierte Sicherheitsventile ein kontrolliertes Abbrennen der Gasfüllung innerhalb des Tanks und verhindern somit die Gefahr einer Explosion. Diese Sicherheit ist bereits im Jahre 2008 vom ADAC durch Heck-Crashtests nachgewiesen worden.

 

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